Wahrsein

In all den Jahren sind wir, wie auch wahrscheinlich du, mit vielen Methoden, Energien und Techniken in Berührung gekommen. Vieles – nein, alles war notwendig, richtig und sinnvoll. Nichts davon ist zu bedauern, im Gegenteil. Jedes Puzzleteilchen war wichtig für das Gesamtbild. Empfindest du das auch so?

Mitte 2017 geschah uns das Ende der Suche, zu einem Zeitpunkt, als wir innerlich schon los gelassen, fast aufgegeben hatten. Einfach ein „normales“ Leben führen und den ganzen „Spiri-Kram“ an den Nagel hängen. Mehr dazu erzählen wir hier, auch wenn Worte nur schwer vermitteln können, was das bedeutet. Aber ohne Worte geht es ja nicht. 😉

Viele suchen schon so lange, dass sie schon gar nicht mehr wissen, was sie suchen. Sie können diese Frage schon gar nicht mehr beantworten. „Was? Wen? Mich selbst? Den Sinn des Lebens? Keine Ahnung, hab ich vergessen, ich hab jetzt keine Zeit, muss zum nächsten Retreat…“ :-). Und sie strampeln sich weiter ab – nicht erkennend, dass das, was sie suchen, sich selbst nicht finden kann. Weil sie das (schon) sind.

Der wahre Suchende ist der, der auf der Suche nach sich selbst ist. Gib alle Fragen auf – außer der einen: “WER BIN ICH?” Schließlich bist du dir nur einer Tatsache gewiss: DU BIST! Das „ICH BIN” ist sicher, das „ICH BIN DIES (ODER) DAS” ist es nicht. Bemühe dich herauszufinden, wer du in Wirklichkeit bist.

In unseren Video-Treffen kombinieren wir universelles angehäuftes Wissen mit dem, wie wir heute das Leben wahrnehmen, irreversibel verankert in der Non-Dualität.

Elemente der Treffen

Wir sind keine Gurus oder Lehrer, sondern möchten als Brücke dienen für all jene, die über diese Schwelle noch nicht getragen wurden und immer noch diese Sehnsucht in sich spüren, dass das spirituell doch nicht alles gewesen sein kann. Wenn du immer noch das Gefühl hast, dass es besser oder perfekter sein könnte, bist du noch nicht angekommen.

Alles was ich weiß, ist, dass das, was von irgendetwas abhängt, nicht wirklich ist. Nur das Wirkliche ist wahrhaft unabhängig.

Wahrsein nennen wir unsere Treffen. Denn das ist ein schöner Begriff dafür. Zum einen hat jeder seine Wahrheit, was total wichtig ist. Zum anderen drückt er das wahre Sein aus, das was wir letztendlich alle sind. Dies zu realisieren, ist das Ende der Suche. Und das sieht wahrlich ganz erstaunlich aus…

Gemeinsam erhalten wir Klarheit über uns selbst und können dadurch den anderen Teilnehmern wiederum Impulse und Erkenntnisse geben. In der Gruppe geht dies ganz besonders gut, viel einfacher, als wenn wir alleine vor irgendeinem Riesen-Berg sitzen! Die Treffen sind stets getragen von Offenheit, Authentizität, Zuhören… Jeder (Noch-)Sucher ist herzlich willkommen.

Diese weitere wertvolle Aussage von Nisagardatta Maharaj möchten wir unbedingt noch hinzufügen:

„Ich frage mich, welche Vorstellung die Besucher von mir haben. Ich frage mich, ob sie meinen Zustand verstehen, ihn wirklich erkennen, der ja im Grunde in keiner Weise von ihrem eigenen Zustand verschieden ist.

Alles, was Ich bin, alles was Ich immer gewesen bin und immer sein werde, ist was ich war, ehe ich „geboren“ wurde.

Da ich kein Körper bin, wie hätte Ich jemals geboren werden können? Da Ich das Gewahrsein selbst bin, wie könnte Ich meines Gewahrseins gewahr sein?

Ich bin kein “Ding“ und kenne keine „anderen“, derer Ich gewahr sein könnte.

Als Noumenon bin Ich des Gewahrseins nicht gewahr. Als Phänomen „funktioniere“ Ich.

Ein Aspekt meines Potenzials als Noumenon funktioniert auf einer unpersönlichen Ebene, spontan und nicht-willentlich.

Ich bin demzufolge das Sehen, das Hören, das Wahrnehmen, das Wissen, das Tun aller Dinge, die gesehen, gehört, wahrgenommen, gewusst oder getan werden – „Ich“ nehme wahr, wie Das-Hier-Jetzt objektiviert wird.

Als Noumenon (absolut) nicht erfahrbar, werde Ich in der Phänomenalität (relativ) ein Objekt der Erkenntnis und der Wahrnehmung.

Nachdem alle Phänomene verneint worden sind, ist es das Noumenon – Ich, was bleibt. Ich bin Das-Hier-Jetzt, völlige phänomenale Abwesenheit.

Wie kann Ich, das Noumeneon, gekannt, erfahren, wahrgenommen werden?

Ich manifestiere mich selbst als „Empfindungsfähigkeit“ durch die konzeptuelle Ausdehnung in Raum und Zeit.

Jede Erfahrung kann nur in der Dualität als Subjekt-Objekt erfahren werden und durch die voneinander abhängigen Gegenteile wie Freude und Trauer unterschieden und beurteilt werden.

Wenn der Verstand völlig still und leer ist, wenn die Vorstellung von Raum und Zeit außer Kraft gesetzt ist, dann bin Ich, alles was Sie sind – Einheit, Ganzheit, Heiligkeit, Demut und Liebe.

Das ist die Wahrheit – alles andere ist Mist!

Es ist so einfach, aber ich frage mich, wie viele verstehen, was ich sage.

Hör auf, Konzepte zu schaffen, und „Du“ bist „Ich“ – kein Selbst und kein anderer.“